Der globale Klimawandel und die Folgen

Erneutes Jahrhunderthochwasser am Rhein ?!  

Wegen des anhaltenden Regens in Süddeutschland und in der Schweiz steigen die Pegel am Rhein so kräftig an, dass Meteorologen nach 1999 erneut mit einem Jahrhundert- Hochwasser rechnen. Am Hochrhein zwischen Basel und dem Bodensee kam es gestern bereits zu zahlreichen Überschwemmungen und Unwetterzentrale teilte mit, der Dauerregen soll noch weitere 2 Tage anhalten. Die Wetterexperten sprechen von mehr als 50 Liter pro Quadratmeter am Bodensee, Hochrhein, am südlichen Oberrhein und im südlichen Schwarzwald. Auch in Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen wurden zahlreiche Strassen und Keller durch starke Regenfälle überflutet.

Forscher warnen vor stärkeren Hurrikans

In den kommenden Jahren brauen sich doppelt so viele große und stärkere Stürme über dem Atlantik zusammen als noch vor 100 Jahren, so die Forscher Greg Holland und Peter Webster vom Technologischen Institut Georgia (USA). Die Klimatologen glauben dass das wärmere Meerwasser und veränderte Windströmungen, die auf die globale Erderwärmung zurückzuführen seien, für die stark anwachsende Zahl schwerer Stürme und Hurrikans verantwortlich sind. Die Temperatur des Atlantiks ist in den vergangenen 100 Jahren um 0,7 Grad gestiegen. Zwischen dem Zeitraum 1900 bis 1930 gab es im Schnitt 6 schwere Stürme und Hurrikans pro Jahr. In der Dekate von 1995 bis 2005 gab es im Durchschnitt 15 tropische Stürme und acht Hurrikans pro Jahr.

Kritik an dem Bericht kommt von Wissenschaftlern, die darauf hinweisen, dass die Methoden zur Messung in den letzten 100 Jahren unterschiedlich waren und die Stürme in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weniger zuverlässig entdeckt wurden als in der heutigen Zeit. Holland und Webster halten jedoch dagegen, die veränderten Messbedingungen seinen nicht für den statistischen Effekt verantwortlich.
 

Das Wetter in Europa spielt verrückt

Wetter Chaos in ganz Europa - Hochwasser in England, riesige Waldbrände und bis zu 45 Grad in Süd- und Südosteuropa und auf der Zugspitze gab es 2 Zentimeter Neuschnee. In Ungarn starben innerhalb einer Woche 500 Menschen an den Folgen der extrem hohen Temperaturen, teilte die Gesundheitsbehörde in Budapest mit. Die Wetterextreme nehmen weltweit immer mehr zu und solche Katastrophen werden sich häufen, darüber sind sich die Wetterexperten einig. Während Deutschland Mitten im Sommer friert, leiden viele andere Länder auf der Erde zur Zeit unter extremer Hitze und Trockenheit. In Südafrika und auf den Kanarischen Inseln sind die Waldbrände bisher nicht unter Kontrolle zu bringen. Nach Gran Canaria ist nun auch die Nachbarinsel Teneriffa von dem Großfeuer erfasst worden. Insgesamt mussten mehr als 4 000 Bewohner und Touristen auf den Kanarischen Inseln in Sicherheit gebracht werden.

 

Auch wenn wir heute unseren CO2-Ausstoß weltweit deutlich reduzieren, wird der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre noch Jahrzehnte ansteigen, ehe er sich stabilisiert. Das Klimasystem unserer Erde ist mit einem Kraftwerk aus verschiedenen Teilsystemen zu vergleichen, das sehr träge und langsam reagiert.

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